Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Das Deutsche Symphonie-Orchester schuf sich in den gut sechzig Jahren seines Bestehens internationales Ansehen durch sein Engagement für Neue Musik, durch vorbildliche Programmgestaltungen, stilbewusste Interpretationen und durch seine Klangkultur, die sich insbesondere in den letzten Jahren zu einer differenzierten Vielfalt entwickelte. Das Orchester wurde 1946 vom Rundfunk im amerikanischen Sektor als RIASSymphonieOrchester gegründet. Mit der Beteiligung des Senders Freies Berlin (heute rbb) an der Trägerschaft wurde es 1956 in RadioSymphonieOrchester Berlin (RSO) umbenannt. Um irritierende Verwechslungen in der Kulturszene des vereinten Berlin zu vermeiden, nahm das Orchester 1993 seinen heutigen Namen an.
Fünf Chefdirigenten prägten die ersten sechs Jahrzehnte in der Geschichte des Orchesters: Ferenc Fricsay (1948 bis 1954 und 1959 bis 1963), Lorin Maazel (1964 bis 1975), Riccardo Chailly (1982 bis 1989), Vladimir Ashkenazy (1989 bis 1999) und Kent Nagano (2000 bis 2006). Ingo Metzmacher, seit 2007 sechster Chefdirigent und Künstlerischer Leiter, stellt die gemeinsamen Saisonprogramme unter einen thematischen Schwerpunkt, gewinnt durch neue Konzertformen und orte junges Publikum für das Orchester. Die Saison 2009|2010 stellt der Chefdirigent und Künstlerische Leiter mit ›Versuchung‹.
Neben seinem traditionell ambitionierten Konzertprogramm in der Berliner Heimat ist das DSO kontinuierlich im Rahmen zahlreicher Gastspiele im nationalen und internationalen Musikgeschehen präsent. Tourneen führten das Orchester in den Libanon, nach Russland, Asien, Nord- und Südamerika. In der jüngeren und jüngsten Vergangenheit nahm das DSO Gastspiele an Orten wie Abu-Dhabi, Hongkong, Kuala Lumpur, Moskau, Peking und Tokio wahr und gab zahlreiche Tourneekonzerte in Osteuropa. Höhepunkte der Saison 2009|2010 bilden eine Festivaltournee im Sommer 2009 mit Konzerten u. a. beim Rheingau Musik Festival, dem Kunstfest Weimar, dem Edinburgh International Festival und dem Eröffnungskonzert des Beethovenfests Bonn. Weitere Konzerte führen das Orchester in den Wiener Musikverein, die Salle Pleyel in Paris, den Palais des Beaux Arts in Brüssel und in die Warschauer Philharmonie. 2010 wird das DSO unter Ingo Metzmacher die Salzburger Festspiele mit einer Opernuraufführung von Wolfgang Rihm eröffnen.
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