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Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Tugan Sokhiev Dirigent
Nikolai Tokarev Klavier

Jubiläumskonzert 65 Jahre Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Olivier Messiaen „Les offrandes oubliées“ - Méditation symphonique
Frédéric Chopin Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 f-Moll
César Franck Symphonie d-Moll


Wegweisende Jugendwürfe und ein ausgereiftes Spätwerk: Das DSO und der junge russische Pianist Nikolai Tokarev lassen unter dem designierten Chefdirigenten Tugan Sokhiev verschiedenste Facetten französischer Musik aufleben.

Der Pianist und Komponist Frédéric Chopin schrieb das Klavierkonzert in f-Moll mit bloß 19 Jahren. Er führte es zunächst nur seinen engsten Freunden vor – zu sehr kämpfte er mit dem Lampenfieber, ja fürchtete er geradezu den Auftritt im Konzertsaal vor großem Publikum. »Du glaubst nicht, was das für eine Qual drei Tage vor dem Auftritt ist«, klagte er gegenüber einem Freund. Der große Erfolg, den die Uraufführung seines Konzerts dann brachte, entschädigte ihn jedoch um so mehr: Besonders das durch seine Zartheit berührende und sich ins Hymnische ausweitende Adagio entzückte das Publikum. Heute ist das Klavierkonzert des Wahlfranzosen eines der berühmtesten der Romantik. Olivier Messiaen war nicht viel älter, als er eines seiner ersten Werke, ›Les offrandes oubliées - Méditation symphonique‹ (Die vergessenen Opfergaben – Symphonische Meditation) schrieb. Wie der ungewöhnliche Titel erahnen lässt, thematisiert das Werk religiöse und spirituelle Inhalte. Die expressionistische Musik, derer sich Messiaen darin bedient, wurde von einem Beobachter der Uraufführung denn auch als »durch und durch mystisch« beschrieben. Anders als Chopin und Messiaen schrieb der Franzose César Franck seine einzige Symphonie erst in den letzen Jahren seines Lebens. Ähnlich wie in Beethovens Neunter Symphonie werden im letzten Satz die Themen der vorangehenden Sätze nochmals aufgegriffen und verarbeitet, wodurch Franck seiner Symphonie eine zyklische Form gibt.