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Konzerthausorchester Berlin
Markus Poschner Dirigent
Evelyn Glennie Perkussion

Joseph Haydn Sinfonie Nr. 92 G-Dur Hob I:92 („Oxford“)
Christian Jost „Cosmodromion“ - Konzert für Schlagzeug und Orchester
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98


Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 92 G-Dur Hob I:92 („Oxford“)
Die 92. Sinfonie von Joseph Haydn ist 1788/89, zur Zeit der Französischen Revolution entstanden. Sie wurde von Comte d’Ogny in Auftrag gegeben, der neue Musik von Haydn für die Konzerte der Freimaurerloge „Olympique“ wünschte. Die Bezeichnung „Oxford“-Sinfonie rührt daher, dass Haydn diese Partitur für die Aufführung beim Festakt auswählte, als er im Juli 1791 in Oxford zum Ehrendoktor promoviert wurde. So steht die Sinfonie nicht nur mit dem revolutionären Paris, sondern auch mit den Umwälzungen von Haydns persönlichen Verhältnissen im Zusammenhang, der als äußerst berühmter Mann in London wie ein Fürst gefeiert wurde.

Christian Jost: „Cosmodromion“ – Konzert für Schlagzeug und Orchester
In Christian Josts Schaffen spielt der Weltraum von Anfang an eine bedeutende Rolle. Wie die Raumfahrt die unendlichen Weiten des Alls zu erforschen versucht, so erkundet er in seinen Werken immer wieder neue Sphären des Klanges, der Orchestrierung, der musikalischen Struktur. Gleich mehrere, sehr unterschiedliche Werke hat der Komponist, dessen erster inniger Berufswunsch es war, Astronaut zu werden, dem Themenkreis „Welt all“ gewidmet und sagt darüber:
„Es ist schwarz, eiskalt und von unermesslicher Größe. Zeit, wie wir sie verstehen, existiert nicht und wenn, dann nur in der Parallelität von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ein mystisches Etwas, ein gigantisches Dunkel, das gleichermaßen Anfang und Ende des Lebens vereint. Das All ist Vision. Es ist Traum und es ist Wirklichkeit.“
„Cosmodromion“ wurde 2002 komponiert und ist der Perkussionistin Evelyn Glennie gewidmet.

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
„Eine kleine Welt für die Klugen und Wissenden, an der das Volk, das im Dunkeln wandelt, nur einen schwachen Anteil haben könnte“, nannte Brahms‘ Vertraute Elisabeth von Herzogenberg dessen letzte Sinfonie. In den Sommermonaten 1884/85 im steirischen Mürzzuschlag entstanden, verbinden sich noch einmal jene beiden Kompositionsprinzipien, die charakteristisch für Brahms‘ gesamtes Schaffen sind. Seine Variationstechnik und seine Rückwendung zu alten Formen kulminieren in der Passacaglia des Schlusssatzes über ein Thema aus der Bach-Kantate „Nach dir, Herr, verlangt mich“. Das sich über alle traditionellen Vorstellungen von Gestalt und Gestus einer Sinfonie radikal hinwegsetzende Werk ließ Arnold Schönberg in Brahms einen „Fortschrittlichen“ erkennen.