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Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle Dirigent

Johannes Brahms > Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Georg Friedrich Haas > Uraufführung, Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker gemeinsam mit der Carnegie Hall New York
Claude Debussy > La Mer


In seinem Orchestertriptychon La Mer hatte Claude Debussy kein Interesse an einer klanglichen Darstellung des Meeres gehabt: »La Mer«, so Paul Dukas, »ist das Gesicht der anonymen Elemente, der unmenschlichen Meteore. [...] Es gibt nicht mehr, wie noch bei Liszt, den Dialog zwischen Natur und Menschlichkeit, es gibt nur den zwischen Wind und Meer.« In diesem Konzert hat Sir Simon Rattle Debussys Orchesterwerk Johannes Brahms’ Dritte Symphonie an die Seite gestellt. Bekanntermaßen schloss Brahms naturhafte Sujets in seinem symphonischen Schaffen gänzlich aus. Und doch assoziierte Clara Schumann im Fall seiner in der Pastoraltonart F-Dur stehenden Dritten Symphonie den »geheimnisvollen Zauber des Waldlebens«, als sie das Stück hörte. Im Zentrum des Programms jedoch steht die Uraufführung eines neuen Werks des Komponisten Georg Friedrich Haas, in dessen Schaffen das Experimentieren mit Obertonharmonien sowie die Überlagerung von akustischen Schwebungen eine zentrale Rolle spielen: »Es wurde mir früh bewusst, dass jede Tonhöhe, die mir – um das plakativ zu formulieren – das Klavier bietet, nicht die Gesamtheit der musikalisch sinnvollen verwendbaren Tonhöhen bildet.