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Gustav Mahler
"Symphonie Nr. 6"

"Herrgott, dass ich die Hupe vergessen habe! Jetzt kann ich noch eine Symphonie schreiben!" regt sich Gustav Mahler in einer zeitgenössischen Karikatur zu seiner 6. Symphonie auf. Tatsächlich verwendet Mahler in der sogenannten Tragischen Symphonie neben Pauke, Glockenspiel, Trommel, Triangel, Becken, Tamtam und Holzklapper einige Schlaginstrumente, die für gewöhnlich nichts auf dem Konzertpodium zu suchen haben: Herdenglocken, Hammer und tiefes Glockengeläut. Auch sonst hebt sich die 6. Symphonie - obwohl formal eine der konventionellsten aller Symphonien Mahlers - von überkommenen Traditionen ab, besonders in der neuartigen Verwendung der einzelnen Instrumente und ihrer Klangfarbe. In demselben Maße sticht die Sechste durch ihre Grundstimmung hervor: Sie ist die traurigste, düsterste aller Symphonien Mahlers, die - mit Ausnahme des dritten Satzes - selbst im finalen Mollakkord keinen Ausweg erahnen lässt.

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