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Der hervorragende Ruf, den Hermann Bäumer seine nicht nur solide, sondern auch äußerst kreative Arbeit seit der Saison 2004/05 als Generalmusikdirektor für das Musikleben der Stadt Osnabrück eingebracht hat, spiegelt sich nicht nur im großen Publikumszuspruch und im Lob der Fachpresse, sondern auch in einer Vielzahl von Gastdirigaten im In- und Ausland. Im August 2007 führte Hermann Bäumer sein Orchester zu Konzerten nach Teheran – damit trat zum ersten Mal seit 1979 ein westliches Orchester im Iran auf.

Die Spielzeit 2007/08 hält für Hermann Bäumer in Osnabrück die Premieren-Dirigate von Verdis Otello, die deutsche Erstaufführung von Gounods Die blutige Nonne (diese Oper werden sie auch für CPO aufnehmen) und Wagners Tannhäuser bereit. Zudem wird er das Konzerthausorchester Berlin, die Bremer Philharmoniker und das WDR Rundfunkorchester in Köln leiten. An der Kölner Oper dirigiert Hermann Bäumer im Januar 2008 die Uraufführung der Oper Rotter von Torsten Rasch unter der Regie von Katharina Thalbach und im Frühjahr an der Komischen Oper Berlin die Wiederaufnahme von Kurt Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny. Neben seiner regen Tätigkeit am eigenen Haus (hier ist u.a. die hoch gelobte Uraufführung von André Werners Lavinia A., einer Oper nach Shakespeare, zu erwähnen sowie die Aufführungen von Janáčeks Jenůfa mit Anja Silja) führten Hermann Bäumer in der vergangenen Saison Gastdirigate u.a. zur NDR Radiophilharmonie, zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und zum Iceland Symphony Orchestra.

Der in Bielefeld geborene Hermann Bäumer begann mit sechs Jahren, Klavier zu spielen. Später erhielt er auch Violoncello- und Posaunenunterricht und studierte dann in Detmold und Leipzig Dirigieren. Von 1992 bis 2003 war er Posaunist bei den Berliner Philharmonikern, mit dessen Blechbläserensemble ihn eine langjährige Zusammenarbeit verband. Weiterhin stand Hermann Bäumer u. a. bei der Deutschen Kammerphil­harmonie Bremen, beim Radiosinfonieorchester Oslo oder den Bamberger Symphonikern am Pult und war bei Festivals wie dem Rheingau Musik Festival und dem Heidelberger Frühling zu Gast. Besonderer Höhepunkt war eine Berliner Aufführung von Schönbergs Pierrot Lunaire mit Christine Schäfer.

Darüber hinaus ist Hermann Bäumer landesweit besonders geschätzt für seine Jugendarbeit, die sich in der Zusammenarbeit mit zahlreichen Jugendorchestern äußert wie in vergangenen Saison beispielsweise mit den Landesjugendorchestern Nordrhein-Westfalen, Berlin und Rheinland-Pfalz. Mit letzterem geht er im Oktober 2007 auf Tournee durch Frankreich, Polen und Deutschland. An der Osnabrücker Bühne erfreut sich das Jugendprogramm Moving Theatre großer Beliebtheit.

Eine besondere Affinität hat Hermann Bäumer zu außergewöhnlichem musikdramatischen Repertoire. So hatte in Osnabrück in der Saison 2005/06 Alex Nowitz’ Bestmannoper unter großer Beachtung von Presse und Publikum ihre Uraufführung; und bei nicht minder großer Aufmerksamkeit stand in der Saison 2004/05 Hans-Werner Henzes Wundertheater auf dem Spielplan. Mit der NDR Radiophilharmonie nahm Hermann Bäumer 2006 August Ennas Heiße Liebe für CPO, und mit dem Iceland Symphony Orchestra Jón Leifs Edda I auf. Zu weiteren Plattenaufnahmen gehört die Ersteinspielung des besagten Wundertheater von Henze sowie die Sinfonien Nr. 1 und 2 von Karl Höller mit den Bamberger Symphonikern. Ein weiteres Projekt war die Kompletteinspielung der Symphonien von Josef Bohuslav Foerster, deren erstes Volume im Februar 2008 bei MDG erscheinen wird.