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Die Bratschistin Tabea Zimmermann gehört zu den wenigen Solistinnen oder Solisten ihres Instrumentes von Weltruf. Geboren 1966 in Lahr im Schwarzwald erhielt sie den ersten Violaunterricht im Alter von drei Jahren, zwei Jahre später begann sie mit dem Klavierspiel. Später studierte sie Viola an der Musikhochschule Freiburg bei Ulrich Koch und am Mozarteum in Salzburg bei Sándor Végh. Als mehrfache Preisträgerin bedeutender Wettbewerbe begann Tabea Zimmermann bereits in den frühen 1980er Jahren international zu konzertieren. Seither ist sie weltweit regelmäßig bei großen Orchestern wie den Berliner Philharmonikern oder dem London Symphony Orchestra zu Gast und arbeitet mit führenden Dirigenten zusammen.

Tabea Zimmermanns besondere Liebe gilt der Kammermusik. Neben Auftritten in verschiedenen Besetzungen vom Solorecital bis zu größeren Ensembles hat sie in jüngster Zeit einen besonderen Schwerpunkt auf die Arbeit mit dem Arcanto Quartett gelegt, dem seit seinem Debüt im Jahr 2004 in kürzester Zeit der Aufstieg in die Elite der Streichquartette unserer Zeit gelungen ist. Das Spiel Tabea Zimmermanns hat das Interesse vieler zeitgenössischer Komponisten für die Bratsche geweckt, so dass die Instrumentalistin zahlreiche neue Werke anregen und in das Konzert- und Kammermusikrepertoire einführen konnte. Stellvertretend sei die Uraufführung der für sie komponierten Sonate für Viola solo von György Ligeti im April 1994 genannt. Tabea Zimmermanns außergewöhnliche musikalische Bandbreite ist auf einer Vielzahl von CD-Produktionen dokumentiert, zu denen auch eine hochkarätige, 2003 entstandene Live-Einspielung von Berlioz‘ „Harold en Italie“ mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Sir Colin Davis auf dem orchestereigenen Label LSO live gehört.

Für ihr künstlerisches Wirken ist Tabea Zimmermann sowohl in Deutschland als auch im Ausland mehrfach ausgezeichnet worden. Seit Oktober 2002 ist sie Professorin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Als seinerzeit für viele Jahre jüngste Professorin Deutschlands unterrichtete sie zuvor bereits von 1987 bis 1989 an der Musikhochschule Saarbrücken sowie von 1994 bis 2002 an der Frankfurter Hochschule für Musik.