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Foto Jim Callaghan


Evelyn Glennie wurde 1965 nahe dem schottischen Aberdeen geboren. Mit ihren zwei Brüdern wuchs sie auf einer Farm auf. Mit zwölf Jahren fing sie an, Pauke, Trommeln und Xylophon zu spielen. Aufgrund einer Nervenkrankheit verschlechterte sich ihr Hörvermögen, so dass sie binnen kurzer Zeit nahezu taub wurde. Sie lernte die Vibrationen der Töne zu erfühlen und zu unterscheiden und nutzt seither ihren Körper als Resonanzraum: Sie lässt sich vom Klang berühren, anstatt ihn zu hören.

Sie studierte an der Royal Academy of Music in London Klavier und Schlagzeug.

Mit ihrer ersten CD-Einspielung, dem Bartók-Konzert "Sonate für zwei Klaviere und Percussion" unter Sir Georg Solti gewann sie bereits 1988 einen Grammy. Danach spielte sie mit weltberühmten Orchestern zusammen und produzierte etliche CDs. Sie trat als Solokünstlerin bei den bekannten BBC-Konzerten "Night of the Proms" auf und tourte durch Japan, Europa und die USA.

Glennie gab bei Komponisten über 50 Konzerte, 18 Konzertstücke, 56 Solowerke und 2 Ensemblewerke in Auftrag, mit denen sie ihr Repertoire ständig erweitert. Für Crossover-Projekte arbeitete sie mit Musikern verschiedenster Stilrichtungen aus aller Welt zusammen, u.a. mit brasilianischen Sambamusikern, japanischen Kodo-Trommlern, indonesischen Gamelan-Ensembles und der isländischen Sängerin Björk. Glennie selbst spielt auch die Great Highland Bagpipes ihrer schottischen Heimat. Zwischen den Tourneen und ihren Reisen tüftelt sie in ihrem Tonstudio nahe London an neuen Klängen. Sie experimentiert mit ungewöhnlichen Musikinstrumenten und baut viele Fundstücke zu Instrumenten um. „Jede Trommel hat ihre eigene Persönlichkeit“, wie sie sagt. Sie besitzt über 1.800 Perkussionsinstrumente.

Ihre Autobiografie „Good Vibrations“ (1990) wurde zu einem Bestseller. Auch in dem Dokumentarfilm „Touch the Sound“ (Regie: Thomas Riedelsheimer) von 2004 stellte sie sich und ihre Musik vor. Für zahlreiche Fernsehproduktionen der BBC komponierte sie Filmmusik.

Neben über 100 Konzerten im Jahr hält sie Meisterklassen ab. Sie arbeitet als Dozentin und Pädagogin.

Im Jahr 1993 wurde Glennie als OBE (Officer of the British Empire) ausgezeichnet. 2007 wurde sie als „Dame Commander of the Order of British Empire“ (DBE) in den britischen Adelsstand erhoben. Sie She was inducted into the PAS (Percussive Arts Society) Hall of Fame in 2008 and to date has received 86 international awardwar in der PAS (Percussive Arts Society) Hall of Fame im Jahr 2008 und hat bisher über 80 internationale Auszeichnungen erhalten.