l l l l l l
« zurück
18/19
17/18
16/17
15/16
14/15
13/14
12/13
11/12
10/11
09/10
08/09
07/08
06/07
05/06
04/05
03/04

Claude Debussy ›Prelude à l'après-midi d'un faune‹, ›La mer‹
Die beiden wohl berühmtesten und auch farbigsten Werke des französischen Komponisten Claude Debussy rahmen das Programm dieses Konzerts ein: Mit ›La mer‹ hat er ein rauschhaftes, sinnliches Klanggedicht über das Meer geschaffen, weit mehr als eine bloße naturalistische Vertonung des Wellenspiels. Nicht minder revolutionär für seine Zeit war auch das Prelude mit dem spielerischen Titel ›à l'après-midi d'un faune‹, also eine Musik ›über den Nachmittag eines Fauns‹. Ein Dichter namens Mallarmé hatte bereits 110 Verse über die lüsternen Träume dieses griechischen Fabelwesens, halb Mensch, halb Ziege, geschrieben, Debussy hat daraufhin ebenso exakt 110 Takte für seine atmosphärische Traummusik verwendet. Debussys Komponistenkollege Maurice Ravel sagte darüber: "Erst seit ich zum erstenmal den ›Nachmittag eines Fauns‹ gehört hatte, wusste ich, was Musik ist!"

Jörg Widmann Violinkonzert (Uraufführung)
Der 32-jährige Münchener Jörg Widmann sei die "Lichtgestalt" der jungen Komponistenszene, hatte die Süddeutsche Zeitung kürzlich geschrieben. Und die Abendzeitung fand für ihn diese Auszeichnung: "Er schreibt Musik, die wie ein Sog ist". Für das Berliner Konzert der Jungen Deutschen Philharmonie wird Jörg Widmann ein neues, bislang noch nie aufgeführtes Violinkonzert komponieren. Die Solovioline wird dabei Christian Tetzlaff spielen, auch er ein herausragender Musiker, dessen Karriere vor rund 15 Jahren als Orchestergeiger der JDPh begonnen hatte.

Helmut Lachenmann ›Staub‹
Das 23-minütige Orchesterwerk ›Staub‹ wurde 1985 durch einen Skandal bekannt: Das Orchester des SWF, für dessen Jubiläumsfestkonzert dieses Werk komponiert worden war, weigerte sich, es zu spielen - Helmut Lachenmann galt damals als Komponist einer unspielbaren, weil gegen alle Regeln und Traditionen verstoßenden Musik. Heute, 20 Jahre später, hat man ihn längst als einen der mutigsten, kompromisslosesten Klangkünstler erkannt.
Sein Werk ›Staub‹ hat Lachenmann selbst einmal als "'Nicht-Musik' in einer Situation der schnell verfügbaren Selbstverständlichkeit 'Musik'" bezeichnet. Was man hier zu hören bekommt, ist in der Tat eine gänzlich neue, "unerhörte" Erfahrung.