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Giselher Klebe ›Espressioni liriche‹ für Horn, Trompete, Posaune und Orchester
(aus: Divertimento für Mozart – 12 Aspekte der Arie ›Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich‹)
Wolfgang Amadeus Mozart ›Sinfonia concertante‹ für Violine, Viola und Orchester Es-Dur KV 364
Dmitri Schostakowitsch ›Sinfonie Nr. 13 b-Moll op.113‹ für Bass, Männerchor und Orchester nach Jewgeni Jewtuschenko

Mehr Mozart !
Über keinen anderen Musiker wird soviel geschrieben, wie über ihn: Wolfgang Amadeus Mozart. Und das seit über zweihundert Jahren! Bis heute wird unvermindert über ihn und sein Leben berichtet und an Legenden gestrickt, bei keinem anderen sind diese Geschichten so bekannt geworden und derart verbreitet, daß es der Forschung nicht gelingt, mit ihnen aufzuräumen. Ob es das Bild ist vom Genie, dem alles zuflog und der sich beim Komponieren nie mühen, oder die Mär vom armen Künstler ohne Geld oder die Beerdigung im "Armengrab". All diese lieb gewordenen Anekdoten werden auch das kommende Mozartjahr überleben und Mozarts Bild stärker prägen als die historische Wahrheit.
Unbestritten hingegen bleibt das Staunen über das unbegreifliche Talent eines Menschen, der mit acht Jahren Symphonien schrieb und mit zwölf seine erste Oper. Viele Komponisten werden für ihre Werke bewundert, doch Mozart bleibt etwas ganz besonderes. Seine Genialität gleicht einem Zauber: Selbst wenn man begreift, worin die Leistung besteht, bleibt und die Vorgehensweise ein Rätsel. Und das ist gut so. Denn so kann man sich, allen Werbe- und Marketinggags, die auch dieses Mozartjahr mit sich bringen wird, zum Trotz, auf das Jahr 2006 freuen: Weil wieder viel Musik von Mozart zu hören sein wird. Musik, die nun seit beinahe 250 Jahren die Welt verzaubert.
Doch das Jubiläumsjahr 2006 wird ganz sicher auch neue Facetten zum Vorschein bringen oder in Erinnerung rufen. Und es sind meist Musiker, die dies anstoßen. Denn sie sind es, die sich seinem Werk immer wieder nähern, Mozart immer wieder neu für sich erschließen müssen.