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Anton Webern ›Im Sommerwind‹ - Idyll für großes Orchester
Sergei Prokofjew ›Violinkonzert Nr. 1 D-Dur‹ op. 19
Richard Wagner ›Tannhäuser‹ - Ouvertüre und Venusberg-Bacchanale (Pariser Fassung)
›Siegfried-Idyll‹
›Die Meistersinger von Nürnberg‹ - Vorspiel

"Ganz der Richard", riefen nicht nur die lieben Verwandten aus, als sie Klein-Siegfrieds ansichtig wurden, sondern auch die Musikwissenschaftler bei so manchem Spross der nachwagnerschen Musikgeschichte. Mit seinem Sommer-Idyll (1904) steht der Student Anton Webern noch sicher auf Wagnerschem Fundament. Sogar Prokofjew stimmt mit ein: Sein 1. Violinkonzert kennt Spuren der düsteren Welt so wenig wie die ›Symphonie classique‹.
Unbeschreiblich, was Tannhäuser im Innern des Venusbergs erlebte: eine bacchantische Orgie, hinreißend in Musik gesetzt. Ihr "süßes Geheimnis" nannte die verheiratete Cosima den musikalischen Geburtstagsgruß, den ihr Richard Wagner als "Triebscher Idyll" zum 33. verehrt hatte und der heute Siegfried, der ersten Frucht dieser Liebe, angehängt wird. "Verachtet mir die Meister nicht", lautet schließlich die nicht ganz unbescheidene Botschaft des Hans Sachs. Mit erhabenem Glanz überzieht der ›Meistersinger von Nürnberg‹ die Szene, für das vollbesetzte Sinfonieorchester wie für das geneigte Publikum ein Festmahl nach Idyll und Extase.