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Steven Isserlis ist ein Cellist, dessen Leidenschaft für die Musik alle konventionellen Gren­zen überschreitet. Weltweit angesehen gleichermaßen für seine Musikalität wie für eine makellose Technik, überzeugt Steven Isserlis, wenn er sein Publikum in den Kreis seiner Kammermusikfreunde oder in ein Soloprogramm einführt, wenn er sich in histo­ri­sche Archive vergräbt, um mit einem vergessenen Juwel wieder aufzutauchen, oder auf den großen Konzertbühnen mit einigen der weltbesten Orchester und Dirigenten.

Konzertengagements haben Isserlis zu den berühmtesten Orchestern geführt, darun­ter die Boston, Dallas und Toronto Symphony Orchestras, das Leipziger Gewandhaus Orchester sowie das Philharmonia Orchestra London und Philadelphia Orchestra. Er arbeitet regel­mäßig mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Sakari Oramo, Sir Colin Davis, Ton Koopman und Christoph Eschenbach zusammen. Isserlis’ Interesse an der histori­schen Aufführungspraxis hat zu Aufführungen mit Originalklangensembles wie dem Orchestra of the Age of Enlightenment, der Academy of Ancient Music unter Christo­pher Hogwood oder dem L'Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herre­weghe geführt. Letzte Saison hat er alle Werke von Beethoven für Cello und Klavier mit Robin Levin in Boston aufgeführt. Höhepunkte dieser Saison sind Konzerte mit dem Tokyo Symphony Orchestra, dem Kammerorchester Zürich und dem Minnesota Orchestra, eine Deutschlandtournee mit Mahler Chamber und Daniel Harding, eine Konzertreise nach Fernost mit dem Orchestra of The Age of Enlightenment unter der Leitung von Iván Fischer sowie Konzerte in London mit dem Philharmonia Orchestra und dem London Philharmonic Orchestra. Isserlis wird diese Saison außerdem zweimal mit den Rotterdam Philharmonikern zusammenarbeiten und u.a. Beethovens Triple-Konzert mit Ida Haendel und Martha Argerich spielen.

Die von Isserlis konzipierten Kammerkonzerte sind berühmt – nicht nur für ihre heraus­ragende Qualität der Aufführung, sondern auch für Phantasie und Innovation der Programmgestaltung. In den vergangenen Spielzeiten haben Projekte wie eine „Tanejew und Freunde”-Reihe in der Londoner Wigmore Hall, ein Brahms-Zyklus bei den Salzburger Festspielen und ein Programm mit Werken von Brahms, Dvorak und Früh­ling in London, Berlin und Wien für besonderes Aufsehen gesorgt. Im Frühjahr 2004 war Steven Isserlis Künstlerischer Leiter eines hochgelobten Festivals in London, das sich der Musik Saint-Saens widmete und in der Wigmore Hall, der Royal Academy of Music und mit dem English Chamber Orchestra im Barbican Center stattgefunden hat.

Regelmäßig gibt Isserlis Recitals. Diese Saison ist er mit Stephen Hough in England, Dublin, Belgrad und Mailand zu hören. Zudem gibt er Bach-Recitals in Bath und Madrid. Eine Aufführung unter dem Titel „Schuberts Wien“ wird zusammen mit Denes Varjon in der Wigmore Hall stattfinden, in der er auch zu einem späteren Zeitpunkt u.a. mit Joshua Bell zu Gast sein wird. Mit Ana-Maria Vera gibt er schließlich sein Recital-Debut in New York, in der Reihe „Ausgezeichnete Künstler in Recitals“ im 92nd St Y.

Steven Isserlis ist ein leidenschaftlicher Exponent der zeitgenössichen Musik. Eine lange Zusammenarbeit verbindet ihn mit Sir John Tavener, dessen Werk für Cello und Orchester ›The Protecting Veil‹ für Isserlis komponiert und von ihm aufgenommen wurde. Auch andere Komponisten wie David Matthews und Carl Vine haben bereits Konzerte für Steven Isserlis geschrieben, weitere Kompositionen sind geplant.

Seine Einspielungen und die mit vielfachen Preisen geschmückte Diskographie spiegeln ein breites Interesse an vielfältigstem Repertoire wider – zu den aktuellen Auf­nahmen zählt eine CD mit Sonaten von Rachmaninoff und Franck mit dem Pianisten Stephen Hough. Isserlis ist außerdem als Autor nicht nur der Booklettexte zu den meisten seiner Aufnahmen, sondern auch von einer Vielzahl von Artikeln für führende Zeitungen und Journale tätig. Seine für Kinder verfasste Geschichte der bedeutenden Komponisten, die unter dem Titel ›Why Beethoven Threw the Stew‹ im Oktober 2001 bei Faber & Faber erschien, liegt aufgrund der großen Nachfrage bereits in seiner dritten Auflage vor. Eine japanische Edition davon erschien im Herbst 2002, weitere Übersetzungen sind seitdem erschienen. Ein zweites Buch mit dem Titel ›Why Handel Waggled his Wig‹ ist für Mai 2006 in Arbeit. Kinder mögen seinen frischen, unnachahmlichen Stil und seine zugängliche Persönlichkeit und Steven Isserlis gibt gerne Konzert extra für Kinder und Jugendliche.

Sein großes Engagement für die Musikerziehung macht Isserlis zu einem gefragten Lehrer – so ist er Künstlerischer Leiter der Internationalen Meisterklasse und des Kammermusikforums IMS Prussia Cove und erhält regelmäßig Einladungen als Lehrer an bedeutende Akademien in den Vereinigten Staaten, Europa und Australien. Er hat eine Reihe von Werken für Faber Music und den Internet-Musikanbieter sheetmusicnow.com herausgegeben und arrangiert und ist Präsident der New Yorker Stiftung Music for all Seasons. In Anerkennung seiner musikalischen Verdienste erhielt er 1998 den Titel eines Commander of the Order of the British Empire. Er ist außerdem Ehrenmitglied der Royal Academy of Music und erhielt im Jahr 2000 den Schumann-Preis der Stadt Zwickau (Schumanns Geburtsstadt), zu dessen Trägern unter anderen Gilels, Masur, Richter und Fischer-Dieskau gehören. Bereits 1993 wurde ihm in den USA der Piatigorsky Award und in Großbritannien der Royal Philharmonic Society Award zuerkannt. Das Londoner Magazin Time Out wählte ihn 2002 zum Klassikkünstler des Jahres. Sein Auftritt mit Carl Vines Cellokonzert im Opernhaus von Sydney im Jahr 2004 erhielt bei den ABC Awards 2005 die Auszeichnung der "Best Performance of an Australian Composition".

Die Nippon Music Foundation hat Steven Isserlis großzügig das Feuermann Stradivarius Violoncello von 1730 zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zu Steven Isserlis finden sich auch unter www.stevenisserlis.com.