l l l l l l
« zurück
18/19
17/18
16/17
15/16
14/15
13/14
12/13
11/12
10/11
09/10
08/09
07/08
06/07
05/06
04/05
03/04

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Anja Harteros, Sopran
Dirigent Marek Janowski

Ludwig van Beethoven ›Große Fuge B-Dur‹
Ludwig van Beethoven ›Ah perfido‹
Anton Bruckner ›Sinfonie Nr. 6 A-Dur‹

Bruckners Nr. 6 (1879/81) ist der vielleicht am wenigsten behauene Monolith in
des Meisters Gebirge und dadurch vielleicht der authentischste, persönlichste.
Gustav Mahler führte die Sechste – einschneidend gekürzt – erstmals auf, drei Jahre
nach Bruckners Tod. Seitdem ist sie eher selten zu hören. Sie gilt als
Bruckners „Pastorale“. Doch was heißt das schon, denn die positive
Energie muss Bruckner seinem Werk genauso hart erkämpfen wie einst Beethoven.
Apropos Beethoven. Einer von dessen sperrigsten Brocken liegt auf der anderen Seite der Waagschale: die Große Fuge. Wild springt das Thema über zwei Oktaven, kühn sprengt es die harmonischen Gesetze. Die rigorosen Tempo-, Takt- und Tonartwechsel muten ungeheuer
modern an. Mit eiserner Faust zwingt Beethoven die Melodielinien und Klangtürme unter seinen Willen. Jetzt, zitterten einst die Zeitgenossen, ist er endgültig wahnsinnig geworden.