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Konzerthausorchester Berlin

Dirigent Lothar Zagrosek
Jean-Guihen Queyras, Violoncello
Felix Mendelssohn Bartholdy ›Die Hebriden - Konzertouvertüre h-Moll op. 26‹
Johannes Maria Staud ›Segue - Musik für Violoncello und Orchester‹ (UA der rev. Fassung 2006)
Ludwig van Beethoven ›Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 (Eroica)‹

Felix Mendelssohn Bartholdy ›Die Hebriden - Konzertouvertüre h-Moll op. 26‹

Im Jahre 1829 reiste Felix Mendelssohn Bartholdy mit dem Dampfer von Oban zur Island of Mull. Seiner Familie schrieb er: »Um Euch zu verdeutlichen, wie seltsam mir auf den Hebriden zumute geworden ist, fiel mir eben folgendes bei«. Dieser Brief enthielt 20 Takte Musik – »folgendes« war der Anfang der »Hebriden Ouvertüre», die er, nach einer Aufführung in London, 1831 überarbeitete. Es entstand eine große musikalische Beschreibung der See mit ihren Fluten, Stürmen, Wellen und plötzlicher, wundersamer Ruhe. Eine letzte Überarbeitung erfolgte im November 1833, kurz vor der Uraufführung in Berlin.


Johannes Maria Staud ›Segue - Musik für Violoncello und Orchester‹


Der in Innsbruck geborene Johannes Maria Staud, Jahrgang 1974, komponierte »Segue« (»Es folgt«) im Auftrag der Salzburger Festspiele. Dort wurde das Werk im Juli 2006 mit den Wiener Philharmonikern unter Daniel Barenboim uraufgeführt, Solist war Heinrich Schiff.
Staud besteht auf der Beherrschung des Handwerks: »Suspekt sind mir Werke, in denen die Idee wichtiger wird als die Ausführung.« Bis 2001 studierte er in Wien und Berlin, u.a. bei Michael Jarrell, der ihn an die Musik Stockhausens, Nonos und Boulez’ heranführte. Um Zeitproportionen zu finden, nutzt er einen Taschenrechner: »Anfangs bin ich emotional sehr involviert, dann aber ist es sehr wichtig, die Kontrolle nicht zu verlieren.«


Ludwig van Beethoven ›Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 (Eroica)‹

In einem erhaltenen Skizzenbuch von 1802/04 ist belegt, dass Beethoven die ersten Entwürfe zur »Eroica« bereits im Jahre 1801 in Angriff nahm. Die wesentlichen Teile entstanden vom Mai bis November 1803 in Baden bei Wien und in Oberdöbling (heute in Wien). Anfang 1804 war die Partitur vollendet und trug den Titel »Symphonie grande, intitolata Bonaparte«. Ursprünglich hatte Beethoven seine 3. Sinfonie Napoleon Bonaparte gewidmet – nach der eintreffenden Nachricht von der Kaiserproklamation Napoleons nahm er diese Widmung jedoch desillusioniert zurück.
Mit der »Eroica« gelingt dem Komponisten der entscheidende Schritt von der »klassischen« Sinfonie des 18. Jahrhunderts zur »großen« Sinfonie des 19. Jahrhunderts. Neu sind die ungewöhnlichen Ausmaße, die kühn klingende Instrumentation und Harmonik und die damit verbundene weltbürgerliche Sprache. Die erste öffentliche Aufführung fand am 7. April 1805 unter Beethovens Leitung im Theater an der Wien statt.